Konzeptionstag 09.05.2006
Konzeptionstag Modul II im Grethenweg 137 am 09.05.2006
Anwesende: Patricia, Kirsten, Sonia, Jan, Maria-Ines, Maria, Elke, Frank, Rosalia, Petra, Rosalinda, Tanja, Carolina, Daniel, Bettina, Rolf, Carmen
Bildungspläne und Evaluation in Europa
Wie definiert ihr Bildung im Elementarbereich?
Vergleichende Studien:
Bildung im Elementarbereich definiert vom Team:
Kinder brauchen Kinder, Kinder brauchen ihre eigene Zeit, freie Zeit, Vorbilder, Materialien, Freiräume, Beziehung, Emotionen, Lachen, Singen, Erforschen, Wahrnehmung, altersheterogen, Experimentieren, Ausprobieren, Bewegung
Vergleichende Studien:
Neuseeland – Rahmenplan Te Whäriki (Maori: Rahmenplan ist eine „Matte“, gewebt aus Prinzipien, Fäden, Strängen und Zielen, die in diesem Dokument definiert werden)
Schon 1990 geplant und 1996 als nationales Curriculum, das für Kinder von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren gilt, umgesetzt. Das Curriculum für den Elementarbereich wird als Teil einer nationalen Initiative für Lernplandokumente verstanden, das für das ganze Bildungssystem zu bearbeiten ist.
Vergleich zu Deutschland vom Team erarbeitet: Bildungspläne werden von den Bundesländern seit den letzten vier Jahren erstellt.
Noch 1996 kamen 40 % der Finanzierung von der Regierung, heute sind es 75 %.
Das Projektteam zur Entwicklung des Rahmenplanes wurde von zwei Akademikerinnen aus dem Bereich der Frühpädagogik (Margaret Carr und Helen May) und nicht von Vertretern aus der Regierung gestellt.
Vergleich zu Deutschland vom Team erarbeitet: Das Projektteam zur Entwicklung kam aus den Wirtschafts- und Kultusministerien in Verbindung mit Experten aus Neurobiologie und Sozialpädagogik
Whäriki-Konzept akzeptiert Neuseelands Vielfalt in der Erziehung und Bildung der jungen Kinder
5 Haupttypen von Einrichtungen, 27 % Kinder < 2 Jahren; 60 % Kinder von 2 und 90 % der Drei- und Vierjährigen
normalerweise Ganztagesbetreuung für alle Altersgruppen
einige von und einige für die Gemeinden eingerichtet
Kindergärten normalerweise halbtags geöffnet
Spielzentren werden von Eltern geleitet und Eltern bleiben auch häufig in den Zentren
Köhanga reo (Sprachennest): Einrichtungen, in denen die Maori-Sprache intensiv vermittelt werden
Tilly Reedy und Tamati Reedy Verteter der Te Köhanga Reo Trust): Tangata Whenua-Perspektive: Volk des Landes): diese Perspektive verbindet die Kinder enger mit dem Land und der Vergangenheit. Die Kinder werden als ein wertvoller Schatz betrachtet „ die Fundgrube des Lehrens von gestern, die Verbesserung der Träume von heute und die Verkörperung der Ziele von morgen”
Die Vision, die sich entwickelte, ein Curriculum, das das „mana“ des Kindes beschützt und verbessert. Es gibt keine Übersetzung für „mana“, ungefähr: Selbstachtung, Ansehen, Macht, Stärke und Anerkennung.
Mit „mana“ beherrschen die Kinder ihr eigenes Schicksal.
Es gibt fünf Bereiche von mana
manua atua: die entsprechende Idee wäre Wohlbefinden
mana aoturoa: Erforschung
mana whenua: Zugehörigkeit
mana reo: Kommunikation
mana tangata: Beteiligung
Bestärkung, oder whakamana – beruhend auf dem Bild vom Kind als kompetent, als „Schatz“ – ist ein Schlüsselprinzip.
Die klaren Ziele für Kinder aus dem Curriculum:
Sie sollen aufwachsen als kompetente und selbstbewusste Lernende und Gesprächspartner, mit gesunden Verstand, Körper und Geist, mit sicherem Gefühl dafür, wohin sie gehören, und sicher im Wissen, dass sie einen hochgeschätzten Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Ausbildung
Universität tragen die Lehrplanteile der dreijährigen Ausbildung für Fachleute für die frühe Kindheit die Titel
Das Wohlbefinden der Kinder
Lernen durch Erforschen und Spiel
Kommunikation und Sprache
Zugehörigkeit und Beteiligung
Der Welt einen Sinn geben
Te Whäriki verfolgt folgendes Ziel: bestärkend und ganzheitlich zu wirken, eng mit der Gemeinde verbunden zu sein und wechselseitige Beziehungen zwischen Menschen, Orten und Dingen herzustellen. (nun Erweiterung bis zur Oberstufe)
Dokumentation
Geschrieben in Te Whäriki: Die Dokumentation soll ein Feedback für die Kinder sein, es soll ihr Selbstbewusstsein als fähige Menschen und kompetente Lernende stärken; die Bewertung soll in sinnvollen Aktivitäten und Beziehungen vor sich gehen; die Familien müssen Teil des Prozesses sein; die Bewertung muss beidseitig sein – auch Kinder haben dabei eine Stimme.
Beispiele haben eine narrative Form, viele sind Lerngeschichten (Episoden von Kinder, die Kinder oder Lehrer als wichtiges ansehen), eine Analyse des Lernens und ein Vorschlag, was als nächstes geschehen soll.
Diese Bewertungen stehen den Kindern in Matten, die von den Kindern gesammelt werden, ständig zur Verfügung, damit sie die immer anschauen können, auch mit Freunden und der Familie. Die Kinder diktieren regelmäßig ihre eigenen Geschichten und die Familie tragen Geschichten oder Kommentare von zu Hause bei.
Andere Einrichtungen: Identität der Kinder als Maori zu stärken
Lehrer, Familien und Kinder erforschen gemeinsam die Anwendung und Dokumentation.
Vergleich zu Deutschland vom Team erarbeitet: Wir vom Träger 55 e.V. dokumentieren über Mappen der Kinder und wollen jetzt die Eltern und Familien und die Kinder mehr mit einbinden und den Zugang für alle dazu erleichtern

